
429 Hz – Warum diese Frequenz
Es gibt keinen „richtigen“ Kammerton. Es gibt historische Konventionen, praktische Kompromisse und persönliche Entscheidungen. 440 Hz ist der internationale Standard seit 1939. Viele Orchester spielen heute bei 442 oder 443 Hz. Historische Aufführungen liegen oft bei 415 Hz. Giuseppe Verdi, ein Meister der Oper, forderte eine Absenkung des historisch stark angestiegenen Kammertons (A) auf etwa 432 Hz, um die Stimmen seiner Sänger zu schonen und eine harmonischere Intonation zu erreichen, was er in der berühmten „Verdi-Stimmung“ umsetzte, ein Beispiel für die zeitgenössische Diskussion um die ideale Tonhöhe, da der Kammerton im 19. Jahrhundert von ca. 400 Hz auf über 450 Hz gestiegen war, was zu Problemen führte.
Wir haben uns für 429 Hz entschieden. Hier ist warum.

„Die Frauen wie die Männer sollen singen und nicht schreien: Sie sollen daran denken, dass vortragen nicht brüllen bedeutet!“
Giuseppe Verdi
Die Geschichte des Kammertons
Im 18. Jahrhundert lag die Stimmung oft zwischen 400 und 430 Hz. Bach komponierte vermutlich bei etwa 415 Hz. Im 19. Jahrhundert stieg sie stetig – Orchester wollten brillanter klingen, Opernhäuser konkurrierten um den hellsten Sound. Paris stimmte auf 435 Hz, London zeitweise auf 452 Hz.
Die Proteste kamen von denen, die es am meisten betraf: den Sängern. Höhere Stimmung bedeutet mehr Spannung auf den Stimmbändern, mehr Druck in den hohen Lagen, schnellerer Verschleiß.

„Wie soll die arme Sängerin das noch herausquetschen, was ich ihr in die höchsten Lagen geschrieben habe?“
Richard Strauss
1939 fand in London eine internationale Konferenz statt, die den Kammerton auf 440 Hz festlegte. Zehntausende Musiker hatten im Vorfeld dagegen protestiert – vergeblich. Der Standard setzte sich durch, vor allem weil die Rundfunkanstalten eine einheitliche Referenz wollten: Konzertübertragungen aus verschiedenen Ländern sollten gleich klingen. Musikalisch war die Entscheidung nicht zwingend, sendetechnisch schon.
Die Debatte ist nie verstummt. Es gibt Hinweise, dass Sänger bei tieferer Stimmung länger im Beruf bleiben könnten – weniger Belastung, weniger Verschleiß. Befürworter tieferer Stimmungen argumentieren zusätzlich mit wärmerem Klang und angenehmerer Wirkung auf den Hörer. Kritiker sagen: Alles Einbildung, 8 Hz Unterschied sind unhörbar. Die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen – aber die praktischen Argumente sind real.
Warum nicht 432 Hz
432 Hz hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen – und leider auch viel Unsinn angezogen. Behauptungen über kosmische Harmonie, Heilfrequenzen für DNA-Reparatur, Verschwörungstheorien aller Art. Das meiste davon ist nicht haltbar.
Was bleibt: 432 Hz klingt für manche Menschen angenehmer als 440 Hz. Das ist eine subjektive Erfahrung, keine messbare Wahrheit. Und es ist kein Grund, sich auf genau diese Frequenz festzulegen.
Warum 429 Hz
Prof. Marc Henry (1958–2024) war Professor für Chemie und Quantenphysik an der Université de Strasbourg. Er publizierte über 190 wissenschaftliche Artikel, spezialisiert auf die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Wasser.
In seiner späten Forschung berechnete Henry 429,62 Hz als charakteristische Frequenz von Wassermolekülen – abgeleitet aus quantenphysikalischen Überlegungen.
Ist das ein Beweis, dass Musik bei 429 Hz „besser“ für uns ist? Nein. Der Zusammenhang zwischen einer molekularen Frequenz und der Wirkung von Schallwellen auf den menschlichen Körper ist nicht wissenschaftlich etabliert.
Aber es ist ein Ausgangspunkt. Eine Hypothese, die von einem seriösen Wissenschaftler stammt, nicht aus der Esoterik-Ecke. Und für uns: ein Grund, diese Frequenz auszuprobieren.
Was wir messen, was wir hören
Wir – das Ingenieurbüro Lachmann – arbeiten seit Jahren mit 429 Hz. In unseren eigenen Hörtests, in der Entwicklung der Klangzelle, in der Zusammenarbeit mit Therapeuten.
Was wir subjektiv beobachten: Musik bei 429 Hz klingt für viele Menschen entspannter, wärmer, weniger anstrengend.
Was wir messen können: Mit unseren Reviquant-Geräten zur Herzratenvariabilität (HRV) haben wir in eigenen Tests beobachtet, dass 429 Hz Musik den Puls senkt und die HRV erhöht – beides Indikatoren für Entspannung. Kleine Stichproben, keine kontrollierten Laborbedingungen, keine wissenschaftliche Studie. Aber: Messgerät angeschlossen, Musik gestartet, Werte verbessern sich. Das ist mehr als Einbildung.
Ob Sie das auch so erleben, können nur Sie selbst herausfinden.
429 Hz im Ökosystem
Die Klangzelle ist optimiert für die Wiedergabe von Musik in 429 Hz Stimmung. Nicht exklusiv – sie spielt selbstverständlich auch konventionell gestimmte Musik. Aber wenn Sie das volle Potenzial dieser Stimmung erleben wollen, empfehlen wir die Kombination mit Mother Earth Radio.
Mother Earth Radio ist ein unabhängiger Radiosender, der ausschließlich Musik in 429 Hz sendet – neu gestimmt aus analogen Quellen, übertragen in Hi-Res Qualität bis 192 kHz. Kuratiert, nicht algorithmengesteuert.


Kein Versprechen
Wir behaupten nicht, dass 429 Hz heilt, entspannt oder transformiert. Wir behaupten nicht, dass diese Frequenz „natürlicher“ oder „richtiger“ ist als andere.
Wir sagen: Wir haben uns für diese Stimmung entschieden, basierend auf der Arbeit von Prof. Marc Henry und unserer eigenen Hörerfahrung. Wir laden Sie ein, selbst zu hören und selbst zu urteilen.
Mehr verlangen wir nicht. Weniger bieten wir nicht.
Weiterführend
- Marc Henry: „Water and Its Mysteries“ – Inference: International Review of Science, 2019
- Marc Henry: „The Hydrogen Bond“ – Inference: International Review of Science, 2015
- Institut Marc Henry: institutmarchenry.org
- Musik das Trojanische Pferd unserer Zeit – Ein Gespräch mit Sylvio Lachmann
- 429 Hz: Die elementare Urfrequenz, die alles verbindet. – Besuche unseren Youtube Kanal @Klangzelle
